2012: Günstigere Beiträge für Fahranfänger und langjährig schadenfreie Autofahrer

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Foto: HUK-Coburg/Newspress.de

newspress – 20. Oktober 2011. Der mit harten Bandagen geführte Autoversicherungsmarkt wartet zum Jahresbeginn 2012 mit neuen Regelungen bei den Rabattstaffeln auf. Die großen Versicherungen vor allem bieten „für schadenfreie Jahre eine neue Rabattstaffel“ an. Beim Branchenprimus HUK-Coburg endet die neue Staffel nach 35 Jahren bei der Schadenfreiheits (SF)- Klasse 35 mit einem Beitragssatz von 20 Prozent. Bisher reichte die Staffel bis zur SF-Klasse 25 mit einem Beitragssatz von 30 Prozent.

Dazu die HUK: Die Änderung wurde notwendig, weil neue Erkenntnisse eine weitere Differenzierung in der höchsten Rabattklasse nahelegen und die alte, 1999 eingeführte Staffel seitdem neu hinzugekommene Tarifmerkmale nicht ausreichend berücksichtigt. Andere Versicherungen arbeiten aber weiter mit den alten Tabellen. Die Folge: Beitragsvergleiche für Medien und Testinstitutionen werden erschwert.

Ein Vergleich der 100-Prozent-Beiträge erlaubt keine Aussage mehr über das Tarifniveau der jeweiligen Anbieter. Das machten Klaus-Jürgen Heitmann, für die Autoversicherung zuständiges Vorstandsmitglied der HUK-COBURG, und Dr. Jörg Rheinländer, Leiter der Abteilung Aktuariat Komposit des Unternehmens, bei einem Hintergrundgespräch vor Journalisten in Köln deutlich.

Mit der neuen Staffel werden die Unterschiede zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Beitragssatz kleiner: Die Spanne reicht künftig von 135 Prozent in Klasse M bis 20 Prozent in der SF-Klasse 35, die nach 35 schadenfreien Jahren erreicht wird. Durch die niedrigeren Beitragssätze insbesondere für junge Fahranfänger - 95 Prozent in Klasse 0 und 75 Prozent in der SF-Klasse 1/2 - berücksichtigt die neue Staffel, dass das höhere Unfallrisiko der Anfänger mittlerweile auch durch das Merkmal Fahreralter erfasst wird.

Die Schadenfreiheit hat - neben der Typklasse - den größten Einfluss auf die Prämienhöhe. Ein Autofahrer, der nach mehreren Unfällen in einem Jahr in der Kfz-Haftpflichtversicherung in die Klasse M (Malus) eingestuft wurde, zahlte bisher mit einem Beitragssatz von 245 Prozent mehr als achtmal so viel wie ein Autofahrer mit einem Beitragssatz von 30 Prozent. Ähnliches gilt für Fahranfänger, die mit Beitragssätzen von 230 (Klasse 0) oder 140 Prozent (SF-Klasse 1/2) das knapp Acht- bzw. Fünffache des niedrigsten Beitrags zahlen mussten.

Ähnliches wie für die Kfz-Haftpflichtversicherung gilt auch für die Vollkaskoversicherung. Reichte die Spanne vom teuersten bis zum günstigsten Beitrag bisher von 160 Prozent in der Klasse M bis 30 Prozent ab SF-Klasse 22, so liegt der Beitragssatz künftig in Klasse M bei 85 Prozent und sinkt auf ebenfalls 20 Prozent in der SF-Klasse 35.

Der Unterschied zwischen den Anbietern ist mittlerweile sehr groß: Der Aufpreis gegenüber den günstigsten Anbietern beträgt bei den teuersten rund 160 Prozent. Insbesondere für Autofahrer in den Eingangsklassen bis SF 2 kann aber auch ein weniger günstiger Anbieter mit neuer Staffel die bessere Wahl sein als ein günstiger Anbieter mit alter Staffel. Aufgrund der großen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Versicherern gilt für Autofahrer weiterhin generell: Ein Vergleich lohnt sich immer. Mehr dazu: www.huk.de (Newspress.de/HS)

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