Klima-Wandel im Fokus der Versicherungen

Schneesturm

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newspress – 19. Dezember 2011. Der Klimawandel ist längst in Deutschland angekommen. Das belegen aktuelle Zahlen, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin vorstellte. Danach verdoppelte sich 2010 die Anzahl der Schäden von Naturgewalten in Deutschland auf insgesamt 1,3 Millionen Ereignisse. Die Kosten dafür kletterten ebenfalls nach oben.

Die deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer zahlten im vergangenen Jahr insgesamt 1,5 Milliarden Euro für Sturm-, Hochwasser- und Starkregenschäden. „Höhere Ausgaben hatten die Sachversicherer zuletzt im Kyrill-Jahr 2007 und beim Elbe-Hochwasser 2002“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung. Für das laufende Jahr kann ebenfalls keine Entwarnung gegeben werden. Zunehmend gewinnen regionale Wetterereignisse an Bedeutung. „Die zahlreichen Unwetter, insbesondere die schweren Hagelereignisse in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz, haben in diesem Jahr auf wenigen Quadratkilometern insgesamt über 500 Millionen Euro Schaden verursacht“, so von Fürstenwerth. „Der Klimawandel ist längst vor unserer Haustür angekommen.“

„Vor diesem Hintergrund ist der Durban-Kompromiss ein wichtiger, wenn auch nur kleiner Schritt nach vorn“ resümiert von Fürstenwerth. „Es ist ungewiss, ob ab 2020 die Treibhausgase noch rechtzeitig gesenkt werden können, um das 2°C Ziel zu erreichen.“ 70 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland sind nicht umfassend gegen Naturgefahren, wie Hochwasser, Überschwemmung und Sturzfluten, versichert.

Deshalb wollen sich die deutschen Versicherer zukünftig verstärkt um Aufklärung bemühen. Fast jeder Hausbesitzer ist zwar über die Wohngebäudeversicherung vor Sturm- und Hagelrisiken geschützt, aber eine Elementarschadenversicherung, die greift, wenn etwa Überschwemmungen oder Starkregen-Ereignisse Keller überfluten, besitzt nur eine Minderheit, heißt es von der Versicherungswirtschaft. Besonders alarmierend: In einer repräsentativen GDV-Umfrage vom Sommer dieses Jahres sagten rund 40 Prozent der Befragten, dass "Wissenschaftler, Politiker und Medien die negativen Folgen des Klimawandels übertreiben“.

Die Bedeutung des Versicherungsschutzes gegen Elementargefahren wird angesichts der Klimaveränderungen weiter zunehmen. Aus diesem Grund starten im kommenden Jahr mehrere Informationskampagnen. Mit dem Bundesland Bayern hat die Versicherungswirtschaft bereits 2008 eine gemeinsame Aufklärungskampagne gestartet. 2012 werden die Versicherer in Sachsen und Niedersachsen vergleichbare Kampagnen mit den jeweiligen Landesregierungen durchführen. Die Kampagnen weisen die Bürger darauf hin, dass Eigenvorsorge Vorrang vor staatlichen Hilfsleistungen hat und ein umfassender Versicherungsschutz gegen Naturschäden in den meisten Fällen möglich ist. Jüngste Ergänzungen informieren über Arbeiten zu den Anpassungs- und Vermeidungsstrategien und geben detailliierte Einblicke in die Studienergebnisse zur Gefahr Hochwasser. Mehr dazu: www.gdv.de/Klimawandel (Newspress.de/HS)

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Schneesturm

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Beschädigtes Glasdach durch Schneelast und gefährliche Eiszapfen

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Rhein-Hochwasser bei Köln

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