KfW Award Bauen 2017

newspress – 23. Mai 2017. Die KfW Bankengruppe vergibt zum 15. Mal den jährlich ausgeschriebenen KfW Award Bauen. Gesucht wurden private Bauherren oder Baugemeinschaften, die in den vergangenen fünf Jahren ein Gebäude umgewidmet, modernisiert oder belebt haben und dabei gleichzeitig Wohnraum geschaffen oder aufgewertet haben.

Bewertet und prämiert wurden die Projekte nach ihrer gelungenen Balance aus Architektur- und Erscheinungsbild, Energie- und Kosteneffizienz, ihrer optimalen Raum- und Flächennutzung sowie der individuellen Wohnlichkeit. Die zehn Preisträger wurden von einer Jury um Prof. Hans Kollhoff, Architekt in Zürich/Berlin, mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro ausgezeichnet.

Die Preisverleihung des KfW Awards Bauen fand im festlichen Rahmen am 22. Mai 2017 in der Hauptstadtrepräsentanz der Bertelsmann AG statt. Verliehen werden im Rahmen des diesjährigen KfW-Awards zehn Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro.

Die Preisträger:

- Erster Preis (dotiert mit 10.000 Euro):
Zehn Familien und Paare haben sich gemeinsam für den Erhalt und die Belebung des Hof- und Dorfensembles Kaulsdorfer Kastanienhof in Berlin eingesetzt und damit alle wichtigen Aspekte des KfW-Awards vereint. Entstanden ist ein Gebäude-Trio, das Alt und Neu perfekt miteinander verbindet und zudem noch barrierearm und energieeffizient ist.

- Zweiter Preis (dotiert mit 6.000 Euro):
Eine Gemeinschaft von 20 Eigentümern hat einen stark beschädigten Altbaukomplex in einem Szeneviertel in Leipzig in geräumige und preisgünstige Altbau- und Loftwohnungen mit besonderer Atmosphäre erfolgreich verwandelt.

- Dritter Preis (dotiert mit 4.000 Euro):
Mit viel Phantasie haben Daniel und Tina Seibert ein Gewerbe-Hinterhaus in ein luftiges kleines Wohnhaus umgebaut. Durch variable Lösungen können die zwei Wohnungen je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden und ermöglichen damit im Zentrum Stuttgarts unabhängiges Wohnen in urbaner und individueller Atmosphäre.

- Vierter Preis (dotiert mit 3.000 Euro):
Ein spätmittelalterliches Bürgerhaus in der Erfurter Altstadt erstrahlt Dank Bauherr Frank Orschler in neuem Glanz. Behutsam wurden die Schichten der Vergangenheit aufgedeckt, und es wurde
neuer Wohnraum in historischem Ambiente mit modernem Komfort geschaffen.

- Fünfter Preis (dotiert mit 2.000 Euro):
Gemütlichkeit und Avantgarde vereint ein 80-jähriges Haus in Oberbayern (Dorfen) von literatur- und baugeschichtlichem Wert. Nach der Restaurierung können sich nun die Bauherren Karin und Urs Ickler mit ihren vier Kindern auf ein stilvolles und geräumiges Familiendomizil freuen.


Die weiteren fünf Preisträger als "Lobende Anerkennung" (dotiert mit jeweils 1.000 Euro):

- Wohnen im Wasserturm:
Der Architekt und Bauherr Matthias Beyer-Schubert verwandelte in Berlin einen Wasserturm von 1875 in ein Wohnhaus mit fünf Etagen und Gärtchen.

- Denkmalschutz und Bio-Dämmung:
Ein als Unesco-Weltkulturerbe geschütztes Baudenkmal aus dem Mittelalter in Wismar wurde sorgsam von Bauherr Friedrich Däuble restauriert und mit drei modernen Wohnungen versehen.

- Scheunen-Heim:
Eine historische, zuletzt leer stehende Scheune neben dem Elternhaus in Hofweiler (Rheinland-Pfalz) dient Bauherr Stefan Schiltz nun als Wohnhaus.

- Soziales im Fachwerkhaus:
Dank des Einsatzes der Aktiv Stiftung erstrahlt ein hundertjähriges Bauernhaus in Tann in der Rhön wieder im neuen Glanz und bietet einer betreuten Wohngruppe ein neues Zuhause.

- Aus zwei mach eins:
Markus Plöcker und Simone Singer legten mit geringen Eingriffen zwei Doppelhaushälften in Hanau aus den 1930er-Jahren zusammen und passten somit das Haus dem Bedarf der heutigen Zeit an.
Internationaler Sonderpreis geht an "EcoCasa" in Mexico:
Zum Jubiläum des KfW Awards Bauen vergibt die KfW im Jahr 2017 erstmalig einen Sonderpreis "KfW Award Bauen international". Der Preisträger des Sonderpreises wurde von einem Expertenteam der KfW Entwicklungsbank ausgewählt. Ausgezeichnet wird das Projekt "EcoCasa" in Mexiko. Mit "EcoCasa" hatdie mexikanische Regierung ein Programm für energieeffizienten und sozialen Wohnungsbau aufgelegt, das dem in Deutschland bekannten Energieeffizienzhaus ähnelt. Die Energiespar-Häuser verbrauchen mindestens 20 Prozent weniger Energie als herkömmliche Wohnbauten und sind ein Leuchtturmprojekt für energieeffizienten Wohnungsbau in Schwellenländern. (Newspress.de/HS)

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