Unwetter "Paul" und "Rasmund" kosteten über einer halbe Milliarde Euro

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newspress – 15. Juli 2017. Für die schwere Unwetterserie zwischen Ende Juni und Anfang Juli betragen die Entschädigungsleistungen für Versicherte rund 600 Millionen Euro. Etwa die Hälfte fällt für beschädigte Häuser, Hausrat, Gewerbe- und Industriegebetriebe an, die andere Hälfte für kaskoversicherte Autos.

Das zeigt eine vorläufige Schadenschätzung der deutschen Versicherer. In die Bilanz flossen die Schäden mehrerer Unwetter zwischen dem 20. Juni und 2. Juli ein – allen voran die Tiefdruckgebiete „Paul“ und „Rasmund“.

„Paul“ wütete vor allem in der Nordhälfte Deutschlands, besonders in Hamburg, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. „Rasmunds“ starker Regen fiel in den letzten beiden Junitagen auf weite Teile von Berlin und Brandenburg. Zum Teil fielen innerhalb von 24 Stunden über 200 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Im Vergleich: Deutschlandweit sind es im Schnitt für ein ganzes Jahr knapp 800 Liter pro Quadratmeter. Allein der Starkregen verursachte Schäden von rund 60 Millionen Euro, im Wesentlichen in Berlin und Brandenburg.

„Extreme Wetterlagen mit Sturm, Hagel und stärksten Regenfällen sind auch in Deutschland nichts Ungewöhnliches“, sagt Bernhard Gause, Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Sie können jederzeit in jedem Landstrich auftreten und hohe Schäden anrichten.“ Vielen Betroffenen wird erst danach bewusst, dass sie gegen Sturzfluten nicht versichert sind. Denn grundsätzlich gilt: Überschwemmungsschäden an Häusern und Hausrat können nur von der Versicherung ersetzt werden, wenn der Zusatzbaustein der erweiterten Naturgefahrenversicherung abgeschlossen wurde. Bundesweit haben diesen nur rund 40 Prozent der Hausbesitzer „Feuer- und Sturmversicherung allein sind noch kein Vollkasko-Schutz für das Haus“, so Gause. (Newspress.de/HS)

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