Alte Heizungen brauchen ab 2018 Effizienzlabel

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newspress – 3. Januar 2018. Künftig müssen alle Heizungsanlagen, die vor 1994 gebaut wurden, mit einem Effizienzlabel versehen werden, Die Kennzeichnung erfolgt durch den Heizungsinstallateur oder Schornsteinfeger nach dem Vorbild der von vielen neuen Haushaltsgeräten bereits bekannten Farbskala (grün = effizient bis rot = wenig effizient).

Verbraucher können so künftig auf einen Blick erkennen, wie ineffizient Heizungen dieser Altersklassen in der Regel arbeiten, heißt es vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW). Die Bundesregierung erhofft sich, mittels mehr Transparenz die Heizungsmodernisierung und die Nutzung Erneuerbarer Energien wie Solarwärme voranzutreiben.
Der Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern ist groß und viele Verbraucher denken momentan über eine Heizungssanierung nach. Nach übereinstimmender Auffassung der Heizungs- und Solarindustrie sind rund 14 Millionen Heizungen vollkommen veraltet und sollten zügig ausgetauscht werden.

Mittels einer Kombination mit Solarthermie erreicht eine bestehende Heizungsanlage automatisch die Energielabel-Kategorie A+ oder besser, die Effizienzklasse für die Warmwasserbereitung kann dadurch sogar auf den Spitzenwert A+++ katapultiert werden. Damit ist nicht nur eine erhebliche Heizkostensenkung verbunden, sondern auch eine Wertsteigerung der Immobilie. Auch bei jüngeren Heizungsjahrgängen, die noch nicht unter die Kennzeichnungspflicht fallen, empfehle sich meist der Umstieg auf eine Solarheizung oder die Nachrüstung einer Solaranlage.

Solarenergie ist die beliebteste Energieform der Deutschen und die bislang am häufigsten eingesetzte EE-Technologie im Eigenheimsegment, so der BSW. Das dürfte auch daran liegen, dass sie sich mit fast jedem anderen Heizsystem kombinieren lässt. Nach BSW-Angaben wurden seit der Jahrtausendwende bereits über zwei Millionen Solarwärmeanlagen in Deutschland errichtet.

Der Bundesverband empfiehlt Gebäudeeigentümern, Heizungsmodernisierungen nicht länger aufzuschieben. Auch 2018 stellt die Bundesregierung über das Bundesamt für Wirtschaft noch hohe Zuschüsse von einigen tausend Euro je Vorhaben für den Umstieg auf Solarheizungen zur Verfügung. Neu ist, dass ab 2018 Förderanträge bereits vor Auftragsvergabe auf der Website des BAFA gestellt werden müssen. Zahlreiche Handwerksbetriebe haben sich auf Solartechnik spezialisiert und unterstützen Gebäudeeigentümer in Deutschland auch bei der Beantragung der attraktiven Fördermittel. (Newspress.de/HS)

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